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Sonografie

Liebe Patientin, lieber Patient!

Zu folgenden Themen finden Sie praktische Hinweise und allgemeinverständliche Informationen:

 

 

Allgemeine Ultraschalluntersuchung (Sonografie)

Bei der Ultraschalluntersuchung handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, bei dem Ultraschallwellen (Schallwellen, die für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind) vom Schallkopf ausgesandt und durch die Gewebe- und Struktureigenschaften verändert und reflektiert werden. Die reflektierten Schallwellen werden vom gleichen Schallkopf wieder aufgenommen und zu elektrischen Impulsen umgewandelt, um so ein Bild aufzubauen. Daraus kann der untersuchende Arzt erkennen, ob Veränderungen vorliegen.
Moderne Computerprogramme zeichnen die Befunde digital auf und ermöglichen den Vergleich mit Vorbefunden.

Wie geht eine Ultraschalluntersuchung vor sich?

Der Patient legt sich auf eine Liege in Rückenlage und Ultraschallgel wird auf die Bauchhaut aufgetragen. Dieses ist für eine optimale Leitung des Schalls und für reibungsarmes Gleiten des Schallkopfes auf der Haut erforderlich. Für die vollständige Beurteilung der einzelnen Organe kann es nötig sein, einige Atemkommandos zu befolgen und gegebenenfalls die Lageposition zu ändern.

Die einzelne Untersuchung kann in Abhängigkeit von der Fragestellung von zehn Minuten bis zu 45 Minuten dauern. Am Ende der Untersuchung kann das Ultraschallgel rückstandslos einfach abgewischt werden, und der Befund wird dem Patienten gleich mitgegeben.

Was kann mit dem Ultraschall untersucht werden?

Prinzipiell lassen sich alle Körperregionen mit dem Ultraschall untersuchen. Unser Augenmerk richten wir als internistische Klinik auf die Bauch-, Hals- und Beckenorgane sowie auf Lymphknotenstationen, Bauchgefäße und Rippenfellraum (Bauchorgane: Leber, Gallenblase, Nieren, Nebennieren, Milz, Blase, Prostata, Darm, Bauchspeicheldrüse; Hals: Schilddrüse, Nebenschilddrüse, oberer Anteil der Speiseröhre; Lymphknotenstationen: Hals, unterhalb des Schlüsselbeins, im gesamten Bauch und in der Leiste; Bauchgefäße: große Hauptschlagader und Hohlvene mit ihren Abgängen). Wir führen auch Funktionskontrollen von transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS) durch.
Bei gezielter Fragestellung können auch andere Körperregionen untersucht werden.

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen durch die Ultraschalluntersuchung?

Die Ultraschalltechnik ist für den Patienten unschädlich und eine schmerzfreie Untersuchung. Daher steht die Ultraschalluntersuchung oft am Anfang der diagnostischen Maßnahmen und eignet sich hervorragend als Instrument zur Verlaufskontrolle.

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Kontrastmittelsonografie

Bei der Kontrastmittelsonografie wird über ein Blutgefäß des Armes ein Kontrastmittel injiziert. Beim verwendeten Kontrastmittel handelt es sich um mikroskopisch kleinste Partikel, bestehend aus eine Fetthülle (Lipidhülle), die ein Gasgemisch umschließt. Das Kontrastmittel fließt über die Gefäße des Blutkreislaufes zu den einzelnen Organen und führt zu einer Verstärkung des empfangenen Ultraschallsignals in diesen Bereichen. Hierdurch lassen sich Aussagen zum einem zu der Blutversorgung der einzelnen Organe machen, zum anderen können viele Raumforderungen so besser abgegrenzt werden. In der Mehrzahl der Fälle ist das untersuchte Organ die Leber, aber im Einzelfall können auch andere Organe untersucht werden.

Durch die Kontrastmittelsonografie steigt der Informationsgehalt der Ultraschallbilder und es lassen sich bessere Aussagen zum Beispiel zu Leberherden und deren Ursprung machen.

Ist das verwendete Kontrastmittel schädlich?

Bei dem Kontrastmittel, das für den Ultraschall verwendet wird, handelt es sich nicht um das Kontrastmittel, das zum Beispiel für die CT-Untersuchung verwendet wird. Gefahren einer Iodbelastung oder einer Nierenschädigung bestehen nicht. Wie bei dem CT-Kontrastmittel können auch beim Ultraschall-Kontrastmittel allergische Reaktionen auftreten, jedoch sind diese seltener. Bei Patienten mit relevanten Herz- oder Lungenerkrankungen sollte eine strenge Indikation gestellt werden, da es hier in seltenen Fällen zu Komplikationen kommen kann.

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Ultraschallgesteuerte Leber- und Feinnadelpunktion

Bei der ultraschallgestützten Leberbiopsie wird zunächst im Ultraschallbild die Leber eingestellt. Nach einer örtlichen Betäubung wird mittels einer Biopsienadel eine kleine Leberprobe (circa 1,4 Millimeter breit und ein bis zwei Zentimeter lang) gewonnen. Im Anschluss an die Punktion liegt der Patient zwei Stunden auf der Punktionsseite, und eine Ultraschalluntersuchung schließt sich an, um eine Blutung nach der Intervention auszuschließen.

Die ultraschallgestützte Leberbiopsie kann zum Einsatz kommen zum Beispiel bei unklaren Leberwerterhöhungen oder bei viralen Leberentzündungen (Hepatitis B, C) vor und nach einer Therapie. Nach bereits drei Arbeitstagen liegt in der Regel das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vor.

Die ultraschallgesteuerte Feinnadelbiopsie wird zur weiteren Abklärung von unklaren Strukturen durchgeführt, die sich in einem bildgebendem Verfahren zeigen (Ultraschall, CT, MRT) und ähnelt im Ablauf der ultraschallgestützten Leberbiopsie. Es muss zunächst überprüft werden, ob der zu punktierende Befund im Ultraschallbild einzustellen und erreichbar ist. Auch hier wird zunächst eine örtliche Betäubung durchgeführt. Anschließend wird unter Sicht der Befund punktiert. Im Anschluss an die Punktion erfolgt wieder eine Liegedauer von zwei Stunden auf der Punktionsseite oder ein Sandsack wird auf die Punktionsstelle gelegt; eine Ultraschalluntersuchung schließt am Ende eine Blutung aus.

Was gilt es zu beachten?

Neben einer Einverständniserklärung sollten aktuelle Laborwerte (Blutbild, Gerinnung; nicht älter als zehn bis 14 Tage) vorliegen. Sie sollten nüchtern zur Punktion kommen (letzte Nahrungsaufnahme am Vorabend bis 22.00 Uhr, Flüssigkeitsaufnahme bis 24.00 Uhr).

Falls Sie Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen (zum Beispiel Marcumar, Heparin, Aspirin, Ibuprofen, Clopidogrel), sollten Sie sich mit Ihrem Hausarzt oder mit unserer Abteilung absprechen, sodass die Medikation gegebenenfalls rechtzeitig geändert werden kann. Ist ein Absetzen der blutverdünnenden Medikamente nicht ohne Weiteres möglich, sollte eine stationäre Aufnahme erfolgen. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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